Nominierungsrede zur Bürgermeisterkandidatur
Die Nominierung zur Bürgermeisterkandidatin war für mich ein besonderer Moment. Mit 100% Zustimmung wurde ich vom SPD-Ortsverein Friesoythe zur Bürgermeisterkandidatin nominiert. Dieser große Rückhalt bedeutet mir viel.
In der Rede habe ich beschrieben, was mich antreibt und wie ich gemeinsam mit den Menschen in Friesoythe unsere Stadt weiterentwickeln möchte.
Quelle: SPD-Ortsverein Friesoythe, 7.Februar 2026
Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Gäste und Pressevertreter,
ich sage euch ganz ehrlich:
Ich stehe heute nicht hier, weil es bequem ist.
Ich stehe hier nicht, weil es einfach ist.
Und ganz sicher nicht, weil es der nächste logische Karriereschritt wäre.
Ich stehe hier, weil ich überzeugt bin:
Friesoythe braucht jetzt Haltung, Mut und klare Führung.
22 Ortsteile, 8 Ortschaften, 1 Stadt.
Der richtige Weg beginnt selten mit Perfektion.
Er beginnt mit einem Moment.
Mit einem Gedanken.
Mit dem Mut, loszugehen – obwohl man weiß, dass man nicht alles kann, nicht alles weiß und
nicht alles perfekt sein wird.
Mein Weg hierher war nicht perfekt.
Es gab Umwege, Zweifel, Rückschläge.
Aber eines habe ich nie verloren: meinen Kampfgeist und meinen Mut.
Wir haben uns heute hier versammelt, weil uns mehr verbindet als ein rotes Parteibuch.
Mehr als Programme, mehr als Anträge, mehr als Wahltermine.
Mehr als die Beantwortung der Frage, ob wir im September die Chance nutzen, die erste
Bürgermeisterin in Friesoythe zu stellen.
Uns verbindet etwas Tieferes:
die Verantwortung für diese Stadt,
für die Menschen, die hier leben, arbeiten
und jeden Tag Verantwortung übernehmen.
Wir sind hier, weil wir sagen:
Unsere Stadt ist es wert, gestaltet zu werden!
Die meisten von euch kennen mich.
Aber heute geht es nicht nur um Bekanntheit – sondern um Haltung.
Mein Name ist Melanie Buhr. Ich wurde am 30. Dezember 1980 im St.-Marien-Krankenhaus in
Friesoythe geboren.
Aufgewachsen bin ich im Knapper Weg, in einem Haus mit drei Generationen: meinen Großeltern
Elisabeth und Josef Frerichs, meinen Eltern Willi und Hannelore Frerichs und meinen
Geschwistern Claudia und Florian.
Meine Kindergartenzeit, meine Grundschulzeit und meine Realschulzeit habe ich vollständig in
Friesoythe verbracht.
Nach dem Fachabitur absolvierte ich hier erfolgreich meine erste Ausbildung zur
Vermessungstechnikerin. Um meinen Blick zu erweitern, habe ich mich im Anschluss bewusst für
eine zweite Ausbildung zur Immobilienkauffrau entschieden.
Als ich 2003 meinen heutigen Ehemann kennenlernte, war ihm schnell klar: Mich bekommt man
nicht aus Friesoythe.
Also blieb ihm nichts anderes übrig, als irgendwann die Koffer zu packen und von Ostfriesland
ins schöne Friesoythe zu ziehen.
Im Oktober 2006 haben wir in der St.-Marien-Kirche geheiratet. Unser Zuhause fanden wir – wie
könnte es anders sein – wieder im Knapper Weg.
Unsere drei Söhne Theo (2008), Josef (2012) und Franz (2015), auf die wir besonders stolz sind,
haben ebenfalls im St.-Marien-Krankenhaus das Licht der Welt erblickt.
Ich kenne das Leben hier – aus der Familie, aus dem Alltag, aus Verantwortung über
Generationen hinweg.
Und ich sage bewusst:
Ich weiß, wie sich Verantwortung anfühlt.
Nicht theoretisch.
Nicht in Reden.
Sondern jeden einzelnen Tag.
Wenn meine Kinder Sorgen haben.
Wenn Familienmitglieder auf Hilfe angewiesen sind.
Wenn Entscheidungen unbequem sind.
Wenn nicht alle zufrieden sind – aber trotzdem entschieden werden muss.
Friesoythe ist meine Geburtsstadt.
Meine Heimatstadt.
Nicht irgendein Ort.
Nicht irgendein Projekt.
Hier bin ich aufgewachsen und verwurzelt.
Hier wachsen meine Kinder auf.
Hier ist mein Zuhause.
Und genau deshalb ist mir diese Stadt nicht egal.
Seit 1999 bin ich Mitglied der SPD.
2001 wurde ich erstmals in den Stadtrat gewählt.
Seit 2021 bin ich stellvertretende Bürgermeisterin.
Das sind keine Zahlen für einen Lebenslauf.
Das sind viele Jahre voller Verantwortung.
Unzählige Sitzungen.
Unzählige Diskussionen.
Viele Kompromisse.
Aber vor allem: viele Erfahrungen.
Und diese Erfahrungen sind Erinnerungen.
An meine erste Juso-Sitzung bei Günter Graf in der Hütte am Koikarpfenteich.
An die ersten Wahlkampfbesprechungen bei Wilhelm Bohnstengel im Wintergarten.
An die ersten Fraktionssitzungen bei Thunerts – in einem Raum, in dem so viel geraucht wurde,
dass man sein Gegenüber kaum sehen konnte.
An meine erste Ratssitzung bei Schöning in Augustendorf, in der ich gelernt habe: Wenn sich
jemand erhebt und an einen Fraktionsbeschluss erinnert, dann ist die Diskussion beendet.
Und ich erinnere mich daran, dass meine Fraktionskolleginnen und -kollegen auf unserer
Hochzeit ein Theaterstück aufgeführt haben – weil Politik hier nicht nur Arbeit ist, sondern
Gemeinschaft.
Ich erinnere mich an den Wahlabend, an dem wir mit Sven zum ersten Mal einen SPDBürgermeister stellen durften.
An die Ratsitzung, in der wir erstmals die Ratsmehrheit hatten – und ich zur stellvertretenden
Bürgermeisterin gewählt wurde.
An den Moment, in dem mir der Gildeorden überreicht wurde und ich damit die erste Frau im
Magistrat geworden bin.
Und ich erinnere mich auch an meine ersten offiziellen Reden – an Momente, in denen ich vor
lauter Aufregung ernsthaft darüber nachgedacht habe, den Saal fluchtartig zu verlassen.
Das sind Erfahrungen, die man nicht im Lehrbuch lernt.
Das sind Erfahrungen, die man sammelt,
wenn man Verantwortung übernimmt
und Entscheidungen trifft.
Mein Grundsatz war immer:
Nicht zuschauen. Machen.
Kommunalpolitik und Ehrenamt waren und sind für mich kein Hobby.
Sie sind ein Teil meines Lebens.
Wofür kämpfe ich? Was möchte ich als Bürgermeisterin erreichen?
Für das Ehrenamt.
Ohne Ehrenamt keine Vereine.
Keine Feuerwehr.
Keine Dorfgemeinschaft.
Kein Zusammenhalt.
Ohne Ehrenamt bricht unsere Stadt zusammen. Punkt.
Menschen investieren Zeit, Kraft und Herz.
Oft still.
Oft selbstverständlich.
Das verdient Anerkennung.
Das verdient Unterstützung.
Und das verdient bessere Vernetzung.
In dieser Wahlperiode haben wir bereits viel auf den Weg gebracht –
damit Vereine Planungssicherheit bekommen,
zum Beispiel durch die qualitative Anpassung der Sportförderrichtlinien
und den Feuerwehrbedarfsplan.
Ich will weiterhin Räume schaffen.
Ich will Begegnungen ermöglichen.
Und ich will ein großes Ehrenamtsfest,
das sichtbar macht, wer unsere Stadt trägt.
Dorfentwicklung ist mir ein wichtiges Anliegen.
In unseren Ortschaften ist in den letzten Jahren viel entstanden:
Dorfgemeinschaftshäuser, neue Plätze, viele Projekte.
Getragen von Menschen, die anpacken.
Die Verantwortung übernehmen.
Die ihre Dörfer lieben.
Gerade hier sind wir weiter als viele andere Kommunen.
Aber genau deshalb dürfen wir jetzt nicht nachlassen.
Wir dürfen die Dorfgemeinschaften nicht allein lassen.
Nicht mit ihren Projekten.
Nicht mit ihren Ideen.
Sie brauchen weiter Unterstützung,
damit Orte lebendig bleiben,
damit Häuser genutzt werden,
damit Gemeinschaft gelebt wird.
Denn Heimat entsteht nicht im Rathaus.
Heimat entsteht dort, wo Menschen sich begegnen.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist Wohnraum in den Dörfern.
Wir müssen Möglichkeiten schaffen –
für junge Menschen und für Familien.
Unsere Dörfer sollen zukunftsfähig bleiben.
Sie sollen leben.
Und nicht aussterben.
Schulen und Kindergärten sind die Grundlage unserer Zukunft.
Auch hier haben wir in den letzten Jahren viel erreicht –
im Schulbereich und im Kitabereich.
Der neue Kindergarten „Haus für Kinder Burgwiese“.
Das Schulzentrum an der Dr.-Niermann-Straße.
Der fast fertige Neubau der Gerbertschule in Altenoythe.
Darauf können wir stolz sein.
Aber jetzt dürfen wir nicht stehen bleiben.
Altenoythe braucht einen neuen Kindergarten.
Auch an anderen Standorten gibt es Handlungsbedarf.
Hier muss erweitert, hier muss saniert werden –
zum Beispiel in Gehlenberg,
an der Marienschule,
im Kindergarten am Grünen Hof
und an vielen anderen Stellen.
Als dreifache Mutter weiß ich:
Familien brauchen Verlässlichkeit.
Kinder brauchen gute Räume.
Und Jugendliche brauchen Perspektiven.
Dazu gehören auch bedarfsgerechte Öffnungszeiten –
verlässlich, familienfreundlich
und an der Lebensrealität der Eltern orientiert.
Gute Bildung beginnt früh.
Und sie braucht klare Entscheidungen.
Heute.
Für morgen.
Jugendliche brauchen mehr als Regeln und Appelle.
Sie brauchen Vertrauen.
Räume, in denen sie willkommen sind.
Räume zum Treffen,
zum Dart- und Billardspielen,
zum Ausprobieren,
zum Reden, zum Lachen,
zum Einfach-da-sein.
Ein Pumptrack.
Eine Skaterbahn.
Ein Treffpunkt in der Kernstadt
und auch in den Ortsteilen.
Dabei dürfen wir nicht vergessen:
Unsere Vereine leisten hier schon heute Großartiges.
Gerade die Sportvereine und die kirchlichen Gruppen.
Sie geben Halt.
Sie vermitteln Werte.
Sie schaffen Gemeinschaft.
Das verdient Anerkennung
und Unterstützung.
Aber klar ist auch:
Jugend braucht Platz
und eine Stimme
in unserer Stadt.
ÖPNV und Mobilität sind zentrale Zukunftsthemen.
Mit Mobil+ haben wir einen ersten Schritt gemacht.
Aber dieser Schritt reicht bei Weitem nicht aus.
Ein moderner und verlässlicher Nahverkehr verbindet Menschen.
Er schafft Freiheit.
Er ermöglicht Teilhabe.
Er bedeutet echte Mobilität.
Es darf nicht sein,
dass Jugendliche auf Elterntaxis angewiesen sind,
nur um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Es darf nicht sein,
dass junge Menschen ihren Arbeitsplatz oder Ausbildungsplatz
mit dem Bus kaum erreichen können –
gerade morgens,
mit spärlichen oder gar keinen Verbindungen.
Es darf nicht sein,
dass ältere Menschen am Wochenende keine Möglichkeit haben,
einfach zur Talsperre zu fahren,
dort einen Kaffee zu trinken
oder einen Gottesdienst zu besuchen.
Und es darf nicht sein,
dass große Veranstaltungen wie die Maitage oder das Eisenfest
nur für diejenigen erreichbar sind,
die ein Auto besitzen.
Ich will einen öffentlichen Nahverkehr,
der verbindet statt ausschließt.
Der Menschen mobil macht
und nicht abhängig.
Mobilität ist Daseinsvorsorge.
Und sie muss für alle funktionieren.
Wirtschaft und Arbeit sind das Rückgrat unserer Stadt.
Unsere Unternehmen schaffen Arbeitsplätze.
Sie bilden aus.
Sie investieren.
Und sie tragen Verantwortung –
auch für unsere Stadt.
Mit ihrer Gewerbesteuer finanzieren sie
einen wichtigen Teil von Friesoythe.
Wir können froh sein,
dass wir viele gut aufgestellte, mittelständische Unternehmen haben.
Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Diese Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen.
Sie brauchen eine Verwaltung, die mitzieht,
die schnell ist
und lösungsorientiert arbeitet.
Wirtschaftsförderung heißt:
Arbeitsplätze sichern
und Zukunft ermöglichen.
Dazu gehört,
dass bestehende Betriebe sich weiterentwickeln können,
dass sie Perspektiven haben
und Planungssicherheit.
Dazu gehört auch die richtige Infrastruktur:
Gewerbe- und Industrieflächen
in der Kernstadt
und in den Dörfern –
bedarfsgerecht
und vorausschauend.
Mir ist der direkte Austausch wichtig.
Regelmäßige Gespräche mit Unternehmensvertretern,
um Sorgen zu hören,
Wünsche zu verstehen
und Entscheidungen besser nachvollziehbar zu machen.
Gute Wirtschaft braucht gute Kommunikation –
offen,
verlässlich
und auf Augenhöhe.
Auch die Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Friesoythe.
Gleichzeitig steht sie vor großen Herausforderungen,
gerade im Bereich der Nutztierhaltung.
Auch hier braucht es Dialog –
um gemeinsame Wege abzustimmen,
um den Betrieben eine qualitative Weiterentwicklung zu ermöglichen
und Konflikte mit der Wohnbau- und gewerblichen Entwicklung zu vermeiden.
Nur so sichern wir Perspektiven –
für die Betriebe
und für unsere Dörfer.
Keine Randthemen sind:
das Klimaschutzkonzept, das wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickeln
wollen,
die kommunale Wärmeplanung, in der die Erzeuger erneuerbarer Energien vor Ort stark
einbezogen werden müssen,
eine verlässliche Starkregenvorsorge
sowie der Schutz und die Förderung der Biodiversität.
Denn ich will eine Stadt,
die auch für kommende Generationen lebenswert bleibt.
Weitere zentrale Themen sind für mich:
Bezahlbarer Wohnraum.
Junge Menschen, Auszubildende und Berufseinsteiger finden kaum noch kleine, bezahlbare
Wohnungen. Gleichzeitig stehen viele Familien vor großen Herausforderungen auf dem
Wohnungsmarkt.
Hier müssen wir handeln – gemeinsam mit der Wirtschaft, mit Betrieben und mit sozialen
Trägern.
Bezahlbarer Wohnraum darf kein Luxus sein, sondern muss eine Selbstverständlichkeit werden.
Zusammenhalt fördern.
Projekte wie „Schüler helfen Senioren“, „Pimp Your Town“, Workshops für Jugendliche,
Seniorennachmittage oder Veranstaltungen zum Weltfrauentag sind keine Kleinigkeiten.
Sie sind Brücken zwischen den Generationen.
Und genau diese Brücken brauchen wir für eine lebendige, starke Stadtgesellschaft.
Dieser Brückenbau funktioniert in Friesoythe bereits sehr gut.
Viele Ehrenamtliche und Vereine leisten Großartiges – ich denke zum Beispiel an die
Rikschafahrer der Malteser oder den Präventionsrat.
Was wir jetzt brauchen, ist eine bessere Vernetzung: ein digitales Nachbarschaftsbüro, das
Menschen zusammenbringt – nach dem Motto:
„Unterstützung anbieten – Unterstützung annehmen.“
Ein weiteres Projekt, das ich umsetzen möchte, ist ein Wochenmarkt in unserer Stadtmitte.
Wir haben hier so viele großartige regionale Erzeuger: Käse vom Gut Altenoythe, Fleisch von
Preut, Kartoffeln von Garrel, Eier von Ostermann – um nur einige zu nennen – sowie viele kleine
Läden mit liebevollen Geschenkideen.
Dieses Potenzial möchte ich bündeln – in einem Regionalmarkt, der einmal im Monat an einem
Wochenende stattfindet und unsere Innenstadt belebt.
Denn Friesoythe hat alles, was es braucht.
Jetzt geht es darum, es gemeinsam sichtbar zu machen
und weiterzuentwickeln.
All das zeigt: Kommunikation ist wichtig.
Politik darf nicht über Menschen hinweg entscheiden.
Ich will zuhören.
Ich will erklären.
Und ich will sichtbar sein.
Raus aus dem Rathaus.
Rein in die Dörfer.
Ausschuss- und Ratssitzungen in den Ortsteilen.
Regelmäßige Gesprächsrunden.
Bürgersprechstunden direkt vor Ort –
offen
und verlässlich.
Formate, die Menschen ernst nehmen
und ihnen eine Stimme geben.
Denn Demokratie beginnt nicht im Sitzungssaal.
Sie beginnt am Küchentisch.
Auf der Straße.
In den Vereinen.
Und genau dort will ich Politik machen.
Ich will eine Verwaltung, die transparent, unkompliziert und bürgernah arbeitet.
Eine Verwaltung, die erklärt,
die erreichbar ist
und lösungsorientiert denkt.
Bei all den Themen muss aber eines klar sein:
Nicht alles ist sofort machbar.
Finanzierbarkeit bleibt die Grundlage aller Entscheidungen.
Liebe Genossinnen und Genossen,
das Amt der Bürgermeisterin ist kein Titel.
Es ist Verantwortung.
Es ist Belastung.
Es ist Dienst an dieser Stadt.
Und genau deshalb braucht dieses Amt etwas, das lange gefehlt hat:
eine andere Art zu führen.
Ich bringe Erfahrung mit.
Ein starkes Netzwerk.
Zuverlässigkeit, Ehrgeiz, Neugier und Durchhaltevermögen.
Die Bereitschaft, auch dann weiterzumachen, wenn es anstrengend wird.
Und ja: Ich kandidiere als Frau.
Nicht, weil mein Geschlecht ein Bonus ist,
sondern weil meine Erfahrungen es sind.
Frauen führen oft anders.
Sie hören zu, bevor sie entscheiden.
Sie verbinden, statt zu spalten.
Sie tragen Verantwortung – im Beruf, in der Familie, im Ehrenamt – oft gleichzeitig.
Eine Frau an der Spitze ist kein Risiko.
Es ist längst überfällig,
dass Führung in Friesoythe so vielfältig wird
wie die Menschen, für die sie Verantwortung trägt.
Veränderung passiert nicht von allein.
Sie passiert nur, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Und wenn andere sagen: Wir gehen diesen Weg gemeinsam.
Ich stehe heute hier, weil ich bereit bin.
Bereit, diese Verantwortung zu tragen.
Bereit, mich dieser Aufgabe zu stellen – mit allem, was dazugehört.
Mit Herz. Mit Haltung. Und mit der nötigen Stärke, auch Gegenwind auszuhalten.
Aber eines ist klar:
Ich gewinne keine Wahl allein.
Eine Idee gewinnt keine Mehrheit allein.
Und eine Stadt verändert sich nicht durch eine Person – sondern durch viele.
Ich brauche euch.
Eure Unterstützung.
Eure Stimmen.
Eure Überzeugung – an den Haustüren, an den Infoständen, in den Gesprächen.
Lasst uns gemeinsam zeigen,
dass Friesoythe bereit ist für eine klare, soziale und mutige Führung.
Dass wir nicht nur verwalten, was ist –
sondern gestalten, was sein kann.
Ihr werdet mich müde sehen.
Ihr werdet mich gestresst sehen.
Vielleicht auch mal genervt.
Aber eines verspreche ich euch:
Ihr werdet mich niemals aufgeben sehen.
Ich werde kämpfen.
Ich werde zuhören.
Und ich werde dranbleiben.
Für diese Stadt.
Für die Menschen hier.
Und für unsere gemeinsame Zukunft.
Lasst uns diesen Weg jetzt gemeinsam gehen.
Mit Herz.
Mit Mut.
Und mit einer starken SPD.
Vielen Dank.